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12. Mai 2012

Das T.T. BAITS Faltboot 325

T.T. BAITS FALTBOOT 325

Viele von Euch kennen vielleicht das Problem – das richtige Boot zu finden ist schwieriger als man denkt. Nicht umsonst sind die Tacklebörsen in Anglerforen und der Markt auf eBay immer reich gefüllt mit gebrauchten Booten. Dabei handelt es sich zumeist um Schlauchboote in allen Größen und Variationen. Sogenannte Falt- oder besser bekannt unter dem Namen „Bananaboote“ sucht man auf dem Gebrauchtmarkt meist vergeblich. Ihr könnt schon ahnen worauf ich hinaus möchten? Denn sie sind nicht ohne Grund so beliebt!

Grundsätzlich sind Schlauchboote ein gutes Fahrzeug für das Angeln auf Karpfen. Sie bieten zumindest ein hohes Maß an Sicherheit auf dem Wasser auch bei stärkerem Seegang. Doch haben sie gegenüber einem Faltboot einige Nachteile die für den ein- oder anderen von euch entscheidend sein könnten. Um eure Entscheidung zu erleichtern, möchten wir auf diese Vor- und Nachteile eingehen, bevor wir euch das T.T. BAITS FALTBOOT 325 im Detail vorstellen.

 

Die wesentlichen Vorteile eines Faltbootes / Bananaboots liegen auf der Hand:

 

Das Boot ist zusammenklappbar, wiegt nicht mehr als 25kg und es ist unkaputtbar. Zudem lässt es sich je nach Modell ebenso wie ein Schlauchboot motorisieren. Im vergleich zu sonstigen Booten lässt sich ein Faltboot (der Name verrät es bereits) unkompliziert in nur wenigen Minuten auseinanderfalten. Zudem lässt sich das Boot im zusammengeklappten Zustand auf dem Autodach verstauen, zur Freude derjenigen die gerne mal etwas mehr an Tackle dabei haben. Ein Schlauchboot ab 2,50 Meter nimmt nämlich enorm Platz im Kofferraum ein! Das 3,05 Meter lange Faltboot ist dagegen zusammengeklappt ca. 3,25m lang und nur 0,10m hoch bei einer Breite von ca. 0,60m. Somit nimmt es den Platz eines Surfbretts auf dem Autodach ein und sieht auch noch cool aus.

Nach einer langen Reise lässt sich ein Faltboot mit nur wenigen Handgriffen aufbauen. Dazu wird das Boot einfach auseinandergeklappt, die Sitzbretter eingesteckt und mit Splinten gesichert. Die Alu-Ruder sind wie bei einem Schlauchboot leicht und zum stecken. Die Fahreigenschaften eines Faltbootes sind hervorragend. Dank seinem V-förmigen Kiels und nur einem geringen Tiefgang von 0,12m kommt das Boot schnell auf Gleitfahrt und lässt sich extrem schnell und vor allem spursicher rudern. Dabei ist es egal in welche Richtung, ob vorwärts oder rückwärts macht bei dem Faltboot keinen Unterscheid. Lediglich bei einem „Porta-Boot“, einem Typ-Faltboot mit Heckspiegel, trifft dieses nicht zu.

Zwei weitere Vorteile möchten wir an dieser Stelle nicht vorenthalten. Das Faltboot ist extrem gut zu beladen und bietet reichlich Platz für die Angelausrüstung. Wir bekommen eine komplette Ausrüstung für einen lange Session in das Boot und finden selber noch genügend Raum um den Kahn zu rudern. Im Vergleich zu einem Schlauchboot, bei dem durch die dicken Schläuche wenig Platzes auf dem Boden des Bootes übrig bleibt, lässt sich bei einem Faltboot gut „Tetris“ spielen. Man kann die ganze Fläche nutzen und umso besser wir das Tackle auf dem Boote verteilen, umso sicherer liegt es im Wasser. Das 325er Modell des T.T. BAITS FALTBOOTS lässt eine Zuladung bis zu 280kg, oder auch 3 Personen zu. Das ist eine ganze Menge für ein 25kg leichtes Boot! Nicht zuletzt lässt sich das Boot kinderleicht säubern: Einfach mit einem Eimer Wasser ausspülen und umkippen – trocken wird es während der Heimfahrt auf dem Autodach.

 

Das sind eine ganze Menge an nützlicher Vorteile bei denen die Nachteile schnell zur Nebensache werden.

Eine wesentliche Umstellung zu einem Schlauchboot ist die Lage im Wasser. Allgemein liegt ein Faltboot etwas wackliger im Wasser als ein Schlauchboot, bei dem man sich ohne Probleme seitlich über den Schlauch beugen kann. Bei einem Faltboot sollte man solche Manöver vermeiden, zumindest wenn man alleine ist. Jedoch kann man sich (siehe Foto) sehr gut am Kopf oder Heck überbeugen, um beispielsweise nach Spots zu suchen. Das Stehen im Boot ist ebenso möglich. Hierbei empfiehlt es sich etwas breitbeiniger zu stehen um nicht mit dem Boot weg zu gleiten. Letztendlich alles eine reine Übungsache!
Eine Kleinigkeit bleibt aber noch, wobei dies für uns kein wirklicher Nachteil ist. Oftmals hört man das ein Faltboot Windanfällig sei und somit das Ablegen der Ruten bei stärkerem Wind etwas Übung bedürfe. Ich selber habe damit wenig Probleme. Da ich meine Montage immer bei leichter Gleitfahrt ablege, rudere ich einfach etwas weiter als ich muss und lasse mich vom Wind dann über den Spot treiben währen ich die Rute ablege.

 

 

Auf das T.T. BAITS FALTBOOT treffen natürlich all diese Eigenschaften zu. Das Boot ist aus einem 4,8mm starken Spezialkunststoff gefertigt und ist somit unempfindlich gegenüber Steinen und sonstigem Uferunebenheiten. Es ist unglaublich wie strapazierfähig solch ein Boot ist!

Zum Lieferumfang gehören ein Ruderpaar (zweigeteilt), 4 Ruderhalterungen, Sitzbänke aus wetter- und wasserunempfindlichen Siebdruckplatten mit Tragegriffen und Befestigungssplinten sowie ein obligatorisches Handbuch und eine Herstellerplakette mit Schiffskörperidentifikations-Nummer.

Wie unsere Erfahrung zeigt, ist das  schlichte olivgrüne Boot sehr gut verarbeitet. Die Falzkanten sind durch dicke Scheuerleisten geschützt, welche sich bei Abnutzung unkompliziert austauschen lassen. Hierfür kann man sie bei T.T. BAITS im Onlineshop für 28€ pro Stück nachbestellen. Erfahrungsgemäß ist das aber selbst bei intensiver Nutzung erst nach Jahren notwendig.

Die Ruderhalterungen sind aus Edelstahl gefertigt mit Kunsstoffeinlagen und sind ebenfalls optional zum Nachkauf erhältlich. Die Ruder sind lang und ermöglichen eine rasche Beschleunigung, wobei 20cm kürzer sicher etwas komfortabler wäre, soweit unsere subjektive Empfindung. Die Sitzbänke sind aus stabilen Siebdruckplatten und halten was sie versprechen. Lediglich das vordere- und hintere Sitzbrett haben wir auf Empfehlung von Thomas Tschernich (Inhaber von T.T.BAITS) gegen zugeschnittene Alustangen (siehe Bilder) ausgetauscht. Dies ermöglicht einen noch schnelleren Aufbau, eine bessere Zuladung mit mehr Platz für das Tackle und damit noch mehr Platz im Kofferraum, da wir nur noch das mittlere Sitzbrett mitnehmen müssen. Dafür holt man sich einfach passende Alurohre im Baumarkt und sägt sie auf die Breite des hinteren Sitzbrettes zurecht und plättet die Enden. Schließlich bohrt man noch Löcher für die Splinte. Sofern man doch zu zweit auf dem Boot unterwegs ist muss sich jedoch die zweite Person auf einer der Alustangen setzen, was bei längeren Touren unbequem werden kann. Ansonsten ist es aber eine wirklich gute Idee und zur Not kann man wieder die Originalbretter einsetzen.

 

Die Technische Daten zusammengefasst:

– Materialstärke: 4,8mm

– Länge über alles: 3,05m (zusammengeklappt ca. 3,25m)

– Breite: 1,35m (zusammengeklappt ca. 0,60m)

– Tiefgang: 0,12m

– Leergewicht: 25Kg

– Entwurfskategorie: D (geschütze Gewässer)

– Zuladung: max. 3 Personen oder gesamt 280Kg

– Empfohlene Motorisierung: bis max. 1,5KW

 

Für gut 1.049.00 € ist das 325er Boot zu haben und bietet somit eine gute Alternative zu bestehenden und vor allem meist teureren Booten wie dem original Banana-Boot oder dem Porta-Boot.

Wer es eine Nummer kleiner braucht, zum Beispiel nur zum Anfüttern und Ablegen, bekommt das gleiche Boot auch als 225er Variante für 749.00 €.

 

Weitere Informationen bekommt Ihr natürlich bei www.ttbaits.de.