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25. Dezember 2012

Und es werde Licht – Zeltlampen

bivylight-01

Da wir Karpfenangler die meisten Fische Nachts überlisten sind wir zwingend auf ein Hilfsmittel angewiesen: Licht.
Neben der obligatorischen Kopflampe die zur Standartausrüstung gehört, ist es auch sehr hilfreich über ordentliches Licht im Angelzelt oder am Angelplatz zu verfügen.

Nachdem ich diverse Lichtquellen ausprobiert habe, konnten sich in den letzten Jahren einige Produkte durchsetzen die ich Euch an dieser Stelle vorstellen möchte.

Die Entscheidung welche Lampe ich mit zum Angeln nehme ist stark abhängig von der Dauer und der Art des Ansitzes. Auch die Jahreszeit spielt eine große Rolle. Während ich im Hochsommer in der Regel ausschließlich meine Kopflampe dabei habe, packe ich ab November über den dunklen Winter hinweg nahezu alle Lichtquellen ein über die ich verfüge. Denn wenn bereits um 17:00 Uhr die Dunkelheit hereinbricht mag ich es trotzdem noch hell im Zelt um unbeeinträchtigt zu kochen, zu lesen oder ein paar Rigs zu binden.
Aus Kompatibilitätsgründen habe ich mich inzwischen auf Lampen reduziert, die entweder mit einer 9 Volt Blockbatterie betrieben werden oder stattdessen mit den gleichen Gaskartuschen auskommen, wie ich sie auch bei meinem Primus Gaskocker verwende. Somit kann ich die Ersatzbatterien/Ersatzgaskartuschen auf ein Minimum reduzieren und im Zweifel die Energiequelle hin und her tauschen.

Auch für alle Bootsangler gibt es eine tolle Lampe.
Selbst wenn das nicht zum eigentlichem Fokus des Berichtes passt, möchte ich damit gerne einsteigen.

Bivylight Rod Pod Marker River
Bei dem Bivylight Rod Pod Marker River handelt es sich um eine Version die speziell auf die Bedürfnisse der Bootsangler an großen Seen und Flüssen ausgerichtet ist.
Mit dem klassischem englischen Gewinde kann der Rod Pod Marker am Ufer auf einem Bankstick oder auf dem Buzzer Bar befestigt werden. Verlässt man die Angelstelle Nachts mit einem Boot um einen Fisch zu drillen, wird der Rod Pod Marker vorher eingeschaltet und signalisiert somit dem Angler permanent, wie er zurück an seine Angelstelle findet.
Gerade an großen Seen wie in Frankreich oder Mecklenburg kann so ein Licht manch eine Irrfahrt vermeiden.
Auch in Marokko hat uns das Licht in der totalen Finsternis sehr geholfen und strahlte dank der hellen Blauen LEDs selbst durch den tiefsten Nebel.

Für Orientierung sorgen die insgesamt fünf verbauten LEDs von denen drei auf der Vorderseite und jeweils eines auf der rechten bzw. linken Seite angebracht ist.
Die seitlichen LEDs ermöglichen es, dass man auch auf dem Fluss den Durchblick behält. Ist man nämlich mit dem Boot einige hundert Meter abgetrieben, behält man aufgrund der seitlich angebrachten LEDs die Orientierung und findet zielsicher nachhause – gerade Flußführung vorausgesetzt.

Bivylight Enduro
Bei dem Bivylight Enduro handelt es sich um einen zuverlässigen Klassiker der mich jetzt schon seit ca. sechs Jahren begleitet.
Die Zeltlampe ist mit vier großen und vier kleinen LEDs ausgestattet. Um Strom zu sparen kann man über den seitlichen Kippschalter in den Energiesparmodus wechseln und nur noch die vier inneren kleineren LEDs eingeschaltet lassen. Der im Lieferumfang enthaltene Magnet erlaubt es, das Bivylight Enduro an der Zeltwand zu befestigen. Firlefanz sucht man bei dieser Lampe – die abhängig vom Modus zwischen 20 und 40 Stunden Licht spendet – vergeblich.

Automatik-Bivylight Carpsignal BL SX-1
Wegen dem langen Namen ist dieser Alleskönner besser bekannt unter dem Namen Carpsignal.
Nahezu jedes Anwendungsszenario lässt sich mit dieser Lampe abdecken. Wie alle anderen erwähnten Bivylight Produkte wird es mit einer 9 Volt Blockbatterie betrieben und mit einem Magneten an der Zeltwand befestigt. Zu Verdanken ist die Vielseitigkeit zum einen dem verbauten Mikrofon und zum anderen den Seitenanschlüssen.

Das Mikrofon ist eine Funktionalität die sich viele Bivylight-Kunden gewünscht haben – mich eingeschlossen. Dank der stufenlos einstellbare Sensibilität zur Signalerkennung ist die Lampe Nachts – wenn ein Fisch gebissen und der Funkempfänger der Bissanzeiger einen Ton von sich gegeben hat – automatisch eingeschaltet.
Zwischen ca. 1 bis 210 Sekunden bleibt das Licht eingeschaltet (ebenfalls stufenlos einstellbar).
Perfekt um seine Stiefel anzuziehen und seine sieben Sachen zu packen, bevor man sich auf den Weg zum Fisch macht.

Der zweite große Vorteil sind die Seitenanschlüsse, die es einem ermöglichen zusätzliche „Lichtarme“ sogenannte „Bivylight Kits“ zu befestigen. Diese sind verfügbar in den drei Varianten Flex, Kabel oder Kombi(Flex + Kabel).
Ich persönlich habe immer die Kombi, also ein „Kabel“ und ein „Flex“ mit dabei. Das „Kabel“ verwende ich, wenn ich in einem Brolly am Wasser sitze und die Klammer des „Kabels“ am Schirmgestänge befestigen kann. Das „Flex“ hingegen verwende ich, wenn ich in einem Pramhaubenzelt unterwegs bin und eben über keine zusätzliche Befestigungsmöglichkeit an der Zeltwand verfüge. Somit belege ich auch immer nur einen der möglichen Seitenanschlüsse – das reicht mir vom Licht her vollkommen aus und reduziert zudem den Stromverbrauch.

Was alle Bivylight Produkte vereint und auch mir sehr positiv auffällt, ist die leichte Bauart der Lampen. Sie sind in der Regel kaum schwerer als ca. 150 Gramm und lassen sich somit gut an der Zeltwand befestigen ohne das diese dadurch extrem ausbeult und einen Tropfsteinhölleneffekt verursacht.

Primus Lantern
Gaslampen haben im Gegensatz zu LEDs zwei große Vorteile. Sie sorgen für eine gleichmäßige Verteilung des Lichts und erzeugen dabei auch noch viel Wärme. Gerade für letzteres ist man während der kälteren Jahreszeit sehr dankbar.
Aber, der Verbrauch ist auch um einiges höher.
Eine LED Lampe brennt Nächtelang. Eine Gaslampe sollte man weder Nachts brennen lassen, noch würde sie es durchhalten – dafür ist der Gasverbrauch einfach zu hoch.
Ein hervorragendes Model mit dem wir gute Erfahrung gemacht haben ist die Primus EasyLight Gaslaterne. Sie ist klein im Packmaß aber mit einer Helligkeit von 490 Lumen groß in Bezug auf die Leuchtkraft. Der Brennvorgang kann als sehr ruhig bezeichnet werden. Dank des Drahtbügels besteht zudem die Möglichkeit, die Laterne auch aufzuhängen. Geliefert wird sie in einer Transportbox aus Plastik. Somit kann die Lampe auch in eine voll gepackte Tasche gestopft werden, ohne das man Angst haben muss, dass die Lampe zerbricht.
Es empfiehlt sich jedoch immer ein Paket Glühstrümpfe mit einzupacken.
Ein 3er Pack Primus Glühstrümpfe kostet nicht viel und erspart einem manch dunkle Nacht.