18,8kg-der-2te-den-ich-dort-fing

Der Winter beginnt

Dennis Brendel 2 Artikel

Datum

05. Dezember 2013

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Mittlerweile ist es Ende November. Die Herbstzirkulation hat vor ca. zwei Wochen in dem Altwasser begonnen, welches ich derzeit befische. Dem tiefen Baggersee, den ich die bisherige Saison beangelt habe drehe ich für gewisse Zeit den Rücken zu, denn meine Ziele konnte ich dort bereits erreichen: 40+, ein paar mitt‘ 30er, dazu der zweitgrößte Graser des Gewässers. Dazu die Charakterfische Frisbee und OneScale… Naja und meinen geliebten Doppelzeiler durfte ich zumindest für meinen Bruder Keschern, was fast so schön war wie ihn selbst zu fangen.

FrisbeeGraserWunderschön

In etwa seit diesem Zeitpunkt, als sich mein Keschernetz unter diesem und noch ein paar weiter Karpfen schob, verbrachte ich meine Zeit nur noch an dem Altwasser. Ein paar Nächte fischte ich hier schon im Jahr verteilt, durfte mit den vielen Brassen Bekanntschaft machen und musste zwangsläufig meine Taktik ändern. Karpfen fing ich auch, bis 18,8kg darunter aber auch viele Kleine.
Außer mir gibt es hier an dem 2,6km langem Altwasser nur noch zwei weitere Karpfenangler, wobei ich mit einem sehr gut befreundet bin und mit ihm auch regelmäßig fischen gehe.

Die-hingen-die-ganze-NachtEin-anderes-feeling-als-am-BaggerseeTeamwork

Das Gewässer entpuppt sich als sehr schwierig. Insbesondere weil man sich hier durch die vielen kleinen Karpfen „durchangeln“ muss. Die Fische sehen hier so gut wie nie einen Haken, was man sehr gut am Beißverhalten merkt. So kann es passieren, dass diese durch Unter- und Oberlippe gehakt sind oder auf andere abenteuerliche Arten. Unsere Baits stehen hier in harter Konkurrenz mit der natürlichen Nahrung , die es massenweise gibt. Zudem gibt es riesige Seerosenfelder, Plateaus, versunkene Bäume , Buchten und viel viel Dreck gepaart mit Schlamm. Ohne vorher alles abzuklopfen rund um den Spot geht hier gar nichts und doch hängt immer wieder massiv Dreck an der Montage.
Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und durch mein Studium parallel zur Arbeit werden die Nächte auch langsam weniger die ich am Wasser verbringen kann. Dies erfordert wieder einen Strategiewechsel und ich glaube mit meinem T4 bin ich für schnelle, spontane Nächte gut vorbereitet.

Mal schauen was noch kommt…!

Erster Fisch

Autumn days!

Thomas Boda 42 Artikel

Datum

25. November 2013

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Kürzlich erreichten uns einige Zeilen unseren Gastautors Max Middelhoff, einem jungen aber sehr tallentierten Angler. Doch lest selbst was er zu einem seiner Herbstsessions zu berichten hat:

Es ist Mittwoch, kurz vor Halloween. Ich komme spät am See an, zu spät für meinen Geschmack, doch die Arbeit lässt mir keine andere Möglichkeit. Als erstes stecke ich die Markerrute zusammen und nach zwei Würfen habe ich den gewünschten Spot gefunden. Ein 2,4 Meter flaches Kiesplateau, das nach links steil auf 3 Meter abfällt – perfekt!

Schnell sind die Ruten montiert und nach zwei, drei Würfen kann ich die Schnur der ersten Rute zufrieden stellend in den Schnurclip clippen und mit einem „Markergum“ markieren. So finde ich auch ohne erneutes Markern immer wieder die gleiche Stelle und kann sehr präzise angeln und füttern. Nachdem ich die erste Rute mit einem „gekorkten“ Boile mit einem gefühlten Wurf auf dem 70 Metern entfernten Plateau platziert habe, kümmere ich mich um meine zweite Rute. Auch diese clippe ich wieder ein und lasse sie mit einem halben „gekorkten“ Boilie unten an die Kante des Plateaus sinken. Da es bereits ziemlich spät geworden ist, füttere ich nur noch ein halbes Kilo Boilies großflächig über die beiden Köder und verzichte auf das füttern mit Spod-Rute bei Dunkelheit.

Nachdem ich den Schirm aufgebaut habe lege ich mich mit einem guten Bauchgefühl in den Schlafsack um den Schlaf der letzten Woche nachzuholen.

Rods outDie ersten Sonnenstrahlenein halber 'gekorkter' Boilie did the job

Gegen 06:25 Uhr reist mich mein rechter Neville-Bissanzeiger aus meinen Träumen und nach einem hektischen aufreißen des Schlafsacks stehe ich mit krummer Rute am Ufer. Nach einigen Minuten gleitet ein schöner Spiegler in die Maschen meines Keschers. Yes, so kann es weiter laufen. Der Fisch steht ruhig im Kescher und nach einem „Yorkshire“ mit Milch ist es hell genug für ein paar Fotos.
Nur kurze Zeit später liegt die Montage wieder an Ort und Stelle, doch es tut sich nichts mehr. Gegen Mittag bekomme ich Besuch von einem guten Freund und nach dem wir ein paar lustige Stunden verbringen konnten, verabschiedete er sich am späten Nachmittag von mir. Nun mache ich die Ruten neu, da sich am Nachmittag nichts weiter getan hat. Heute habe ich genug Zeit zum spodden und verteile ca. 25 Spods über meinen beiden Ruten. Ich verteile noch grob zwei Hände Boilies und mache es mir im Schlafsack gemütlich. Ich lese im Schein der Kopflampe noch etwas in Gareth Fareham’s „The forgotten chapter“ bis mir irgendwann die Augen zufallen.

halloween Spiegler

Es ist etwa kurz nach 00:00 Uhr und vor mir liegt ein schöner dunkler Spiegler auf der Matte. Mein erster Halloween-Fisch! Ich freue mich total über diese Schönheit, sacke ihn ein und werfe die Ruten erneut aus. Es ist bitterkalt und ich bin froh, schnell wieder im Schlafsack zu sein. Ich stelle mir noch einen Wecker, um beim ersten Licht ein paar Fotos zu machen, bevor mir die Augen wieder zufallen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück und zwei Tassen Tee hole ich die Ruten herein und mache mich auf den Weg zu einem anderen Angler am See. Ich erfahre von ihm, dass er noch keinen Fisch fangen konnte. Wir unterhalten uns noch eine Weile, bevor ich zurück zu meinem Platz schlendere.

 

Nasse Schlinge- erfolgreiches FischenHaselnuss!Yorkshire mit Milch
Ich lasse die Ruten bis zum Nachmittag draußen und beobachte lediglich das Wasser, auf der Suche nach rollenden oder springenden Karpfen. Wie gestern fliegen die Montagen am späten Nachmittag wieder auf die beiden Spots. Die Futtermenge steigere ich leicht im Vergleich zum Vortag, da ich rollende Fische über dem Plateau gesehen habe.
Diese Entscheidung erweist sich als goldrichtig und es gleitet in den ersten Sonnenstrahlen ein schöner, haselnussbrauner Karpfen in die Keschermaschen.
Zufrieden packe ich nach dem Frühstück meine Sachen zusammen und verlasse den See…

Doppelschlag

Auf die Freundschaft

Stefan Sprenger 5 Artikel

Datum

24. August 2013

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Nervös schaue ich bereits zum 4. Mal innerhalb von einer Stunde auf meine Uhr…
Will denn die Zeit nicht ´rum gehen?

Das Pfingstwochenende liegt in greifbarer Nähe, ich bin bei der Arbeit und kann es kaum abwarten, unsere lang verabredete Tour an einem großen Mecklenburgischen Natursee zu beginnen.
Ein traumhaftes Wochenende ohne Missgunst, Fischneid und sonstiger Probleme beginnt.

Neben kulinarischem Hochgenuss in wunderschöner Natur werden wir bereits nach kurzer Zeit mit reichlich Fisch belohnt.

Viel Spaß mit den Bildern und danke Alex für dieses Klasse Wochenende……… to be continued!

es gingen ne Menge ins NetzGesunde MäulerFruchtige Köder in der Nähe des natürlichen Futters brachte uns die Fische

die Fische beißen den ganzen Tag

am nächsten Morgen gleich Fisch

Rundum zufrieden

schön wenn man sich auf den Partner verlassen kann... Auch beim Bild

Mit Echolot und Klopfblei auf der Suche nach den Muschelbänken

zum Ende der Session wurden sie grösserUniversa der Firma Carpleads.de im Härtetest vorm Schilffeinfach nur Spass am Hobby

was für tolle Fische

Wir angeln Fisch auf Fisch und jeder freut sich für den anderen

Ein guter Fang

Come down

Pierre-Michel Lehe 2 Artikel

Datum

02. Juli 2013

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Das ist es doch, worum es eigentlich geht in einem guten Hobby: Runter kommen, abschalten, im Team arbeiten, sich gegenseitig vertrauen, den Stress zu Hause und die Seele baumeln lassen, oder heute bekannt auch unter den Synonym „Chillen“. Ein Hobby sollte doch steht’s ein guter Ausgleich zu unserem sonst meist stressigem Alltag sein, oder? Leider habe ich jedoch das Gefühl, dass der Stress bei vielen am Wasser gar nicht wirklich endet. Die Alltagssorgen und der Gesellschaftsdruck, den wir früher zu Hause gelassen haben, scheinen einen heute überall hin zu verfolgen und viele Angler zu verändern.

Jeder möchte einen tollen Fisch fangen und natürlich am liebsten auch viele – mehr und größer als alle anderen.

Doch mit solchen Ansprüchen und diesem Druck kann man auf Dauer nur unglücklich werden. Wir alle wissen, dass es nicht einfacher wird, Erfolg zu haben. Die Hauptsache scheint zu sein, irgendwie sein Ziel zu erreichen und am Ende aus der Masse hervorzustechen. Ganz nach dem Motto „koste es was es wolle – immer auf der Suche nach dem nächsten Kick“.

Der Grund: Wer viele dicke Fische fängt und regelmäßig Erfolg hat, bleibt im Gespräch und bekommt reichlich Anerkennung. Somit wird jene beschriebene Einstellung automatisch positiv verstärkt. Ob die Anerkennung in der Szene echt ist, bleibt eine andere Frage?

Doch, wenn man mal ehrlich ist, ist derjenige, der den dickeren Fisch fängt nicht gleichzeitig der schlauere, bessere oder coolere Angler. Und trotzdem: Die Angler mit kleineren Fischen erhalten keine „Gefällt mir“-Klicks auf Facebook. Dabei habe ich eine lange Liste von kleinen Fischen, die viel schwieriger zu fangen waren, als die ganz dicken Brocken. Nein heute heißt es eher 20 Kilo – 20 Sekunden – 20 „Gefällt mir“-Klicks.

Was wir dabei nicht merken ist, dass durch unser Handeln gleichzeitig auch die Ansprüche der Leute immer weiter steigen. Dafür gehen viele Leute sogar über Leichen. Viele stumpfen immer mehr ab, werden unsensible und prägen ihren Egoismus aufs weitere von Tag zu Tag. Und was passiert mit dem Rest der Leute? Viele ziehen mit dem unaufhaltsamen Strom, nur wenige gehen ihren eigenen Weg, bleiben unabhängig, echt und verletzlich. Nicht selten bleibt der letzte Satz: Wie soll man da noch mithalten können?

Vergessen wird eine wichtige Grundregel: Angeln ist kein Wettkampf!

Um wirklich runter zu kommen verbringe ich meist meine Wochenenden mit meinen Freunden an neuen Gewässern – weit ab von anderen Anglern. Auch wenn ich unter der Woche an meinen Hausgewässern unterwegs bin, versuche ich tagsüber ein paar Stunden ausschließlich allein zu angeln. Allerdings gestaltet sich dies seit längerer Zeit auch immer schwieriger. Da ich kein Freund von nächtlichen Futteraktionen und Geheimnissen bin, scheinen viele Leute dies auszunutzen statt zu schätzen zu wissen. Mir geht es nicht darum das diese Leute einen Fisch mehr als ich fangen könnten, nein ich möchte einfach nur nicht in meiner Angelei bewusst eingeschränkt bzw. sogar von hinten rum vertrieben werden. Schließlich möchte ich runter kommen, abschalten und mich nicht mit Geiern um eine Beute schlagen. Wenn es mir zu stressig wird gehe ich lieber zum Rückzug über. Was am Ende bleibt, ist aber meist eine große Enttäuschung.

Dann kann ich die Dinge wieder als Außenstehender betrachten und mache mir meine Gedanken darüber, wie ich in Zukunft solche Probleme angehen werde. Ein guter Angler bleibt für mich nämlich jener mit menschlichen Charakterzügen und einer gesunden Absicht und auch Ansicht zwischen Gut und Böse. Diese haben viele schon lange verloren.

Doch nicht nur wir sollten bei unserem Hobby richtig runter kommen, nein auch meine Schnur sollte zu 90% der Fälle beim Angeln immer in Grundnähe sein, soweit keine Hindernisse im Wasser sind. Wer schon mal Unterwasser mit einer Taucherbrille eine Angelschnur gesehen hat, wird meine Bedenken verstehen können. Selbst für uns bleibt unsere Schnur selbst auf weiter Entfernung gut sichtbar. Für einen Fisch, der sich in seiner natürlichen Umgebung aufhält können Veränderungen und Unterschiede im Wasser umso schneller wahrgenommen werden. Doch mit passendem Zubehör können wir versuchen die Umgebung des Fisches nicht großartig zu verändern. Mein Vorgehen dafür könnt ihr in der dazugehörigen Bilderreihe sehen.

Ich wünsche euch viel Spaß am Wasser.

Avid Carp - Line Dropper - 1Avid Carp - Line Dropper - 2Avid Carp - Line Dropper - 3

Avid Carp - AbsenkbleiAvid Carp - Absenkblei und WeisheitRaus das Ding

Glasklar

Glasklar und jetzt?

Stefan Sprenger 5 Artikel

Datum

02. Juni 2013

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In diesem Frühjahr gestaltet sich das Angeln an einem meiner Hausgewässer extrem schwierig. Im Gespräch mit vielen Gleichgesinnten kommt immer wieder das eine Thema auf: Das Wasser ist einfach kristallklar! Auf meinen Erkundungstouren mit dem Boot kann man teilweise – nur mit der Polbrille bewaffnet – den Gewässergrund in einer Tiefe von 8 Metern erkennen. Das kann zum einen ein super Vorteil sein, da man Details am Gewässergrund erkennt und diese mit den zuvor gesammelten Ergebnissen vom Echolot ergänzen kann. Ein weiterer Vorteil ist es, dass man die Fische, wenn man sich am Ufer oder auf dem Boot befindet und sich richtig verhält, sehr schnell lokalisiert. Der größte Nachteil ist allerdings, dass die Fische, die an diesem Gewässer sehr vorsichtig geworden sind, von unseren Montagen weiten Abstand nehmen. In mehreren Gesprächen stellte sich heraus, dass tagsüber die Futterplätze leergeräumt wurden, nur einige Köder in der Nähe des Hakenköders und auch der Hakenköder verschmäht wurden.

Punktgenau abgelegt

An einem Samstagvormittag sollte es für mich losgehen und ich hatte schnell mein Camp am Wasser aufgebaut. Die letzten Tage fütterte ich kleine Mengen fischig-würzige Boiliedumbell in 20 mm, die ich teilweise halbiere, damit sich die Fische nicht nur auf eine Ködergröße einstellen. Weiterhin sollte ein perfekt, zum Gewässergrund passendes Blei seinen Weg an den von überhängenden Büschen gezeichneten Spot finden.

starke Haken braucht das Landdie richtige Wahl entscheidet oftmalsimmer abgesenkt (2)

sie versammeln sich-1

Als ich die Montage, bestehend aus einem Poly Leader, der mir schon oft bei so schwierigen Situationen richtig erschien und einem braun getarntem Blei rausbrachte, erkannte ich einen großen alten Spiegler, der langsam aber bestimmt von meinem Spot verschwand. Der Blick ins Gewässer zeigte ebenfalls deutlich, dass hier die Fische gefressen hatten. Der überall mit altem Laub bedeckte Gewässergrund war an meinem Spot aufgeräumt und in dem flachen Wasser erschien es mir noch sinnvoll das Blei zu wechseln um alles optimal zu tarnen.

Ich schätze in diesen Situationen die Produkte der Firma Carpleads.de. In diesem Fall wechselte ich noch auf ein beschichtetes Blei in der Farbe „Pure Sand“, das in gerade 50 cm tiefem Wasser zum Einsatz kam. Ich legte die Montage mit sehr viel Präzision an die ansteigende Kante und entfernte mich ca. 10 Meter zur Gewässermitte. An dieser Stelle setzte ich noch ein Backlead, um die Schnur optimal zur tarnen und schön flach an den Gewässergrund zu bekommen. Dann ging es mit geöffnetem Bügel zu meinem Swim zurück und die Rute fand ihren Platz mit fast geschlossener Bremse in einer stabilen Auflage.

Das Ergebnis:
Nach bereits einer Stunde kam der alte Spiegler zurück und tappte in die Falle.

der schnelle

Schönheit

Unter der Woche - 01

Unter der Woche…

Felix Kaczmarek 2 Artikel

Datum

22. Mai 2013

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Der rote Knopf der Stempeluhr ist in Reichweite ­ und schon sitze ich im Auto. Unterwegs esse ich noch schnell eine Kleinigkeit, denn meine Zeit ist knapp bemessen.
Es ist ein Wochentag wie jeder andere, nur heute führt mich der Weg nicht nach Hause. Ich fahre direkt zum See, um den Arbeitstag ausklingen zu lassen.
Kurz nach der Ankunft am See, stehe ich auch schon auf einem großen Baum und suche die Fische. Ohne eine genaue Location bleiben die Bissanzeiger an diesem Tag stumm! Ich fische spontan und „short“, wie man so schön zu sagen pflegt.
Die Fische suche ich und beangel sie dann nur mit auffälligen Pop Ups und Instant Ködern wie Stickmixen oder Pellets in kleinen PVA Säckchen. Christian Heymanns von Successful-Baits hat da immer das richtige Rezept für den passenden Lockstoff in der Tasche. Ich vertraue ihm vollkommen!
Am See genieße ich die Sonne und kann die stressigen Stunden zwischen Broschürenlayouts, Webseitenupdates und Fotoretusche vergessen, um einfach ich selbst zu sein. Einfach leben und relaxen. Wie schön ein Tag enden kann, durfte ich auch an diesem Tag erleben.
Nach einigen Stunden des Wartens bekam ich während des Einpackens in der Dämmerung doch noch einen Biss. Ein langer Spiegler konnte dem auffällig präsentierten Pop Up nicht widerstehen. Könnte nicht jeder Tag so enden?
Viel zu kurz und selten sind Stunden wie diese. Und genau deswegen muss man diese wenigen Stunden nutzen, genießen und spannend gestalten. Selbst wenig Zeit reicht aus, um den Alltag für einen Moment zu vergessen und Kraft zu tanken. In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal an dieser Stelle!
Felix Kaczmarek

Alle neuen Produkte online -> www.Successful-Baits.de

Unter der Woche - 02

Unter der Woche - 03Unter der Woche - 04Unter der Woche - 05

Unter der Woche - 06Unter der Woche - 07Unter der Woche - 08

Unter der Woche - 09

Futter beim Ansitz

Füttern beim Ansitz

Hallo zusammen!

Nachdem der Futterartikel eigentlich als Dreiteiler geplant war, möchte ich aus gegebenem Anlass ein paar Ergänzungen anfügen, die mein Vorgehen während einer Session verdeutlichen bzw. vielleicht die ein oder andere offen gebliebene Frage klären sollen.

Ich habe viel über die Location und das Einbringen des Futters gesprochen, jedoch nicht explizit erklärt, wie ich das Futter verteile. Dies erfolgt bei mir immer flächig. Das bedeutet, ich lege großflächige Futterplätze an. Die Form und Ausdehnung hängt in aller Regel vom Verlauf der Bodenstruktur ab.

Fische ich an einer Kante, so wird das Futter in einem  Streifen entlang der richtigen Tiefe verteilt. Fische ich hingegen an einem strukturlosen Seeabschnitt, so nimmt mein Futterplatz oft eine Elipsenform an. Er bekommt also mehr Tiefe. Die Ausdehnung umfasst normalerweise 50-100 Quadratmeter.

Dieses Vorgehen macht das spätere Fischen extrem einfach. Der Hintergedanke hierbei ist, dass die Fische es gewohnt sind Futter in einem gewissen Abschnitt und nicht an einem bestimmten Spot zu suchen. Sie ziehen also viel herum. Zudem muss viel weniger akkurat gefischt werden. Einmal auf die richtige Distanz markiert und eingeclippt, ist es egal ob die Montage ein paar Meter weiter links oder rechts landet.

Zu Beginn einer Session füttere ich in der Regel vier bis fünf Kilo großflächig über den Spot. Das mag viel klingen, aber ich lege Plätze ja immer langfristig an, so das ich keine Angst haben muss, nicht jeden Fisch zu haken der meinen Platz während einer Session anschwimmt. Ich möchte, dass die Fische den Platz so vorfinden wie sie ihn auch an jedem anderen Tag vorfinden würden. Also mit weit verteilten einzelnen Boilies. Die Gefahr, dass ein Fisch den Platz anschwimmt, auf ein paar Metern kein Futter findet und wieder abzieht ist meiner Meinung nach größer wenn man normalerweise großflächig und plötzlich nur eine Hand pro Rute füttert.

Nach jedem Biss füttere ich zwei bis drei Kilo nach, die ich ebenso großflächig über die komplette Strecke verteile wie zuvor. Ich weiß ja nicht, wo die Fische überall gefressen haben bevor sie eine meiner Montagen gefunden haben und Ziel ist es wie gesagt das sie überall entlang der gewohnten Strecke Futter finden und so der Angeltag nicht von einem normalen Tag zu unterscheiden ist.

Wenn sich beim Fischen herauskristallisiert, dass die Fische den Spot aus einer bestimmten Richtung anschwimmen, was oft an Kanten der Fall ist, kann man sich überlegen ob es Sinn macht, die Ruten so abzulegen, dass Fische immer erst mit den Montagen in Kontakt kommen, ohne über die Schnur schwimmen zu müssen oder dazwischen fressen zu müssen.

Das wohl Entspannteste bei dieser Art zu Fischen ist, dass Ihr Euch über das Toppen, Dippen, Tunen oder Verfeinern von Hookbaits absolut keine Sorgen machen müsst. Der beste Köder ist ein Boilie aus der Tüte. Also genau so, wie die Fische ihn seit Wochen finden, fressen und suchen.

Frühjahrsfisch

Frühjahrs-Mix

Thomas Boda 42 Artikel

Datum

07. Mai 2013

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Zu Beginn der Angelsaison, wenn sich das Wasser gerade erst erwärmt und die Fische noch recht träge sind, setze ich auf leichtes und attraktives Futter. Besonders wenn die Wassertemperatur noch unter 12 Grad liegt, eignet sich meiner Meinung nach ein Mix aus kleinen Pellets, Groundbait oder Stickmix sowie kleine Partikel und Additive. Im Gegensatz zum Sommer nutze ich im Frühjahr gerne Salz, Liquids und andere Leckereien, um auf meinen Spot aufmerksam zu machen. Hier nehme ich auch die ein oder andere Brasse in Kauf, denn kommt erst einmal Bewegung auf den Futterplatz bleiben die Karpfen nicht lange fern.

Im Prinzip ist mein Mix gut abgestimmt und verhältnismäßig trocken. Zu Beginn weiche ich einige kleine Pellets, ich nutze hier Karpfenaufzuchtpellets aus dem Futterhandel (Muskator), in Sahne ein und benetze sie hiernach mit etwas GOO. Dies sorgt für eine gute Wolkenbildung unter Wasser. Hinzu kommen eine gehörige Portion Salz (ca. 1 Packung), ein wenig Groundbait und vor allem gecrushte Baits, von denen ich einige Freebies um meinen Spot füttere. Für den Farbreiz darf der gute alte Dosenmais nicht fehlen und die obligatorische Dose Thunfisch. Hier nutze ich den Thunfisch in eigenem Saft, da sich Öl im noch kalten Wasser nicht besonders gut löst. Die Flüssigkeit von Mais und Thunfisch reichen in der Regel aus. Der Mix darf nicht zu nass sein, damit es sich, z.B. beim Füttern mit der Spomb, auch bei geringen Gewässertiefen so weit wie möglich verteilt und nicht wie Blei zum Boden sinkt. Einige halbierte Boilies runden das Ganze ab und fertig ist der Mix!

Ich wünsche euch viel Erfolg beim Experimentieren!

01 - Die Mischung machts!

02 - Karpfenzuchtpellets in Sahne und Goo.03 - Eine ordentliche Portion Salz darf nicht fehlen.04 - Jetzt kommen die krushed Boilies...

05 - ...und der Mix sieht schon recht ordentlich aus.06 - Jetzt noch Thunfisch...07 - ...Mais und einige halbierte Boilies...

08 - ...und fertig ist mein Spombmix!

09 - Am Haken darf ein Farbakzent nicht fehlen.10 - Schließlich wird das Ganze gut verpackt...11 - ...auf die Reise geschickt.

 

 

chub-kescher2

Mai-Gewinnspiel – powered by Chub

Alles Neu macht der Mai – klar, dass es da auch ein neues Carpheart Gewinnspiel gibt – powered by Chub.
Auf den Gewinner oder die Gewinnerin wartet mit dem S-Plus 42“ Kescher das richtige Werkzeug um große Fische sicher und schonend zu landen.

Gewinnfrage:
Wie heißen die Einzelrutenfutterale von Chub, die sich in der Länge anpassen lassen und somit sowohl für 12’, 12’6“ und 13’ Ruten geeignet sind?

Einen Hinweis zu der richtigen Antwort findet Ihr auf der Webseite von Chub unter Produkte > Taschen.

Die richtige Antwort schickt Ihr bitte bis zum 31. Mai 2012 an gewinnspiel@carpheart.de.

Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme am Carpheart Gewinnspiel ist kostenlos und freiwillig. Nicht teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiter der Hardy & Greys GmbH, Gewinnspielagenturen und Gewinnspielportale sowie Personen, die mit der Durchführung des Gewinnspiels betraut sind und deren jeweiligen Angehörige.
Jeder Teilnehmer darf nur einmal teilnehmen. Carpheart behält sich vor, Personen von der Teilnahme auszuschließen, die sich durch Manipulation Vorteile verschaffen. In diesen Fällen kann der Gewinn auch noch nachträglich aberkannt werden und ein Ersatzgewinner ausgelost werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung, Änderung oder ein Umtausch der Gewinne ist nicht möglich. Gewinnansprüche sind nicht übertragbar.
Der Gewinner des Gewinnspiels wird per E-Mail benachrichtigt. Sollte der Gewinner nicht innerhalb von 21 Tagen auf die Gewinnbenachrichtigung antworten, verfällt der Gewinn und ein Ersatzgewinner wird ausgelost.

Im Übrigen gelten unsere Bestimmungen zum Datenschutz:
Die Angabe der Daten ist freiwillig. Die Daten werden von Carpheart und der Greys & Hardy GmbH vertraulich und gemäß den gesetzlichen Datenschutzbestimmungen behandelt und in Zusammenhang mit dem Gewinnspiel gespeichert.

Technik im Bivvy - Alltag

Digitale Nerds!

Aus Hobby wird Sucht – aus Sucht wird Krankheit.

Pierre-Michel Lehe hat sich Gedanken über die wahren Werte eines Anglers gemacht und beschäftigt sich beruflich schon seit längerer Zeit mit den Folgen der „Digitalen Sucht“ von Menschen. Anscheinend sind wir Angler mittlerweile auch davon betroffen.

Ein Leben in einer virtuellen Welt gehört in der heutigen Generation anscheinend einfach zu unseren Freizeitaktivitäten dazu. Wer auf dem aktuellen Stand bleiben möchte, muss im Internet aktiv bleiben, oder etwa nicht?

Zumindest wird es uns so vorgelebt. Noch nie haben uns digitale Medien mehr beeinflusst als heute.

Zu einem perfekten Angelwochenende gehören nicht mehr die besten Freunde, ein Grill, ein kühles Bier oder meinetwegen auch Tee. Nein, lieber wird eifrig dem größten Karpfen des Gewässers hinterhergejagt. Soziale Kontakte scheinen hier meist fehl am Platz. Eher werden aktuelle Geschehnisse schnellst möglich per iMac direkt ins Internet übertragen. Sprich hunderte von Menschen erfahren von unserem tollen Fang – Familie, Freunde oder das Drumherum spielen dabei keine Rolle. Somit besteht unsere Motivation und unsere Begeisterung im Angeln von Fremden und wird auch von genau diesen gesteuert – schließlich möchte man ja dazu gehören. Wenn alles gut läuft gibt es anschließend auch eine Menge „Gefällt-mir-Klicks“ und das Ganze wird zu einer runden Sache.

Nun kommt nämlich unser Belohnungssystem zum Einsatz und umso mehr Klicks unser hochgeladenes Bild erhält, umso mehr werden wir bestätigt alles richtig gemacht zu haben.

Natürlich strebt jeder Mensch nach etwas Anerkennung und Aufmerksamkeit. Doch genau diese Werte sollten wir für uns besser selber festlegen, als uns etwas vorgaukeln zu lassen. Ich meine sprichwörtlich: selber denken und bewerten und nicht andere machen lassen.

Wie viele Freunde habt ihr in eurem „Social Network“? Mit wie vielen von ihnen fahrt ihr wirklich Angeln? Wen habt ihr davon wirklich jemals getroffen bzw. die Hand geschüttelt? Und wenn ja, wie beurteilen wir unsere genannten Freunde wirklich? Im realen Leben entsteht eine Freundschaft nicht einfach aus dem Nichts, dafür braucht es nämlich gemeinsame Erlebnisse, Geschehnisse, die einen zusammenwachsen lassen, Sympathie, auf einer Wellenlänge sein. Eine normal menschliche Beziehung durchläuft einen Prozess und mehrere Stadien, die mit Gefühlen zu tun haben. Allerdings finden diese in einer virtuellen Welt meist gar nicht mehr statt. Das Problem: Unsere Freundschaften werden unecht und unser Gefühlsleben wird unterdrückt, es entsteht ein wirklicher Mangel und im schlimmsten Fall verändert genau dies sogar unseren Charakter. Nicht selten wirken solche Menschen gestresster und neigen zu mehr Oberflächlichkeit.

Ein Leben lediglich auf „Gefällt-mir-Klicks“ aufzubauen, Informationen aufzusaugen und wieder auszuteilen, fremde Menschen als Freunde zu bezeichnen – genau diese Faktoren können unseren guten Charakter mit der Zeit kaputt machen. Unser Gefühlsleben verkümmert und wir stumpfen immer mehr ab.

Konflikte werden besonders gerne im Internet ausgetragen – siehe Facebook, Foren, etc.! Dort wird gelästert, unterschwellig interveniert und subtil oder auch ganz offensichtlich in bestimmte Richtungen gelenkt. Aber warum auch nicht? Schließlich steckt unser zweites „Ich“ die Konsequenzen doch locker weg. Emotionen und Echtheit sind hier Fehl am Platz.

Ja, im Grunde bauen wir uns eine zweite perfekte oder manchmal eben nicht so perfekte Persönlichkeit im Internet auf. Natürlich wird nicht jeder, der ein soziales Netzwerk besucht zu einer gespaltenen Persönlichkeit. Wir sollten mit unserer Freizeit und unserem Handeln im Internet einfach bedachter umgehen und auf unsere Werte besser aufpassen. Lieber sollten wir unsere Zeit und unsere Energie die heutzutage an so vielen Kanten und Ecken sprichwörtlich verbraucht werden, in echte menschliche Beziehungen stecken. Denn ein „Gefällt-mir-Klick“ wird niemals so viel bedeuten wie ein echtes Schulterklopfen eines guten Freundes nach einem tollen Fang.

Digitale Werte

Unglaublich wie viele Jugendliche ihr Geld mittlerweile lieber in teures Tackle, einen Computer oder eine teure Kamera investieren, anstatt sich einen unvergesslichen Angelurlaub mit einem Freund zu gönnen. Erlebnisse und Erfahrungen, die wir am Wasser machen, die Menschen die wir dort kennenlernen, das ist doch das was zählt – tolle Erinnerungen, von denen wir wirklich lange zehren können. Eine Bewertung unseres Fotos wird in Kürze aus unserem Gedächtnis wieder erloschen sein.

Achten wir lieber darauf uns selbst zu verwirklichen und nicht unser zweites Ich ständig mit neuem Input zu füttern. Nicht das angesagteste Produkt muss gleichzeitig immer das bessere sein. Machen wir lieber das Beste aus unseren Fähigkeiten und wählen die goldene Mitte. Auch unser Hobby wird uns wieder realer erscheinen und sich früher oder später erkenntlich zeigen. Schließlich sind wir Angler. Menschen die sich von genau diesen digitalen Werten abgrenzen können. Machen wir uns bewusst warum wir uns für genau dieses Hobby entschieden haben und lassen wir uns nicht von der virtuellen Welt unsere wahren Werte nehmen.

Werden wir nicht zu digitalen Nerds, stumpfen wir nicht ab, behalten wir Geheimnisse, stehen wir zu unseren Fehlern, denn nur so bleiben wir, wir selbst!!

Vorsichtig aber sie tun es

Theorie passt, Praxis auch!

Nach meinem letzten Blogeintrag kehrt deutlich der Frühling ein, die Tagtemperaturen steigen rasant an. Selbst nachts werden Temperaturen über 10 Grad gemeldet.
Dies veranlasst mich schnell, an einem Wochentag einige Überstunden abzubauen, die ich in der dunklen Jahreszeit zuhauf aufgebaut habe.

Besagter Tag verläuft perfekt. Nach kurzer Fahrt mit dem Boot und der Polbrille, finde ich die Fische in einer windgeschützten Bucht, sich sonnend an der Oberfläche vor. Schnell finden zwei Montagen ihren Platz. Bereits nach einer Stunde ertönt mein Freudenjubel, als ich den ersten schönen Schuppi über den Kescherrand ziehe.

Den Abend genieße ich mit meiner Freundin bei untergehender Sonne mit lecker Gegrilltem und einem gekühlten Radler.
Am Ende des Tages stehen die ersten drei Fische 2013 in meinem Fangbuch und Zufriedenheit macht sich breit.

In diesem Sinne „Raus mit Euch!“

Alles am richtigen Platz wenn es losgehtDer erste des Jahres ist doch immer etwas besonderesSicher im Netz

Es fängt an zu laufen

Schneller als gedachtSchlag auf SchlagMit den richtigen Waffen zum Erfolg

Lächeln stellt sich ein

Mit dem Blick schließe ich den Tag ab

 

 

Fisch mag Futter

Futter – wie viel darf es denn sein?

Nachdem Zeit (Teil 1) und Ort (Teil 2) gewählt sind, kommen wir nun zu einem Teil, dem von vielen Anglern ein unglaublich großer Wert zugemessen wird: Das Futter! Es spielt bei dieser Art der Angelei tatsächlich eine wichtige Rolle. Jedoch ausnahmsweise eher die Quantität als die Qualität. Hiermit ist nicht das Einbringen von absolut minderwertigen Crapbaits gemeint, aber es muss kein Köder für 10 Euro oder mehr sein.

Futter:
Ich fische seit Jahren günstige Fischmehlboilies. Der Preis für das Kilo liegt, je nachdem wo ich sie abrollen lasse, zwischen 2,50 und 3,50 €. Nein, da ist nix “dolles“ drin. Fischmehl, Binder, Eier – Ende! Auf diese Rezeptur habe ich in den letzten Jahren all meine großen Fische in Deutschland gefangen.

Futtermenge:
Normalerweise versuche ich am Anfang meiner Futterkampagne die ausgewählte Angelstelle möglichst schnell zum Laufen zu bringen. Hierbei kommt von Boilies über Grundfutter bis Partikeln alles zum Einsatz, was auf die gegebene Distanz gefüttert werden kann.  Dies zieht im Regelfall immer Fisch auf den Platz. Vom Rotauge bis zum Karpfen frisst dann alles und säubert den Spot von Kraut, kleinen Ästen und Schlamm. Etwa 10-20 Kilo Futter sollten es, angepasst an das Gewässer und den Bestand, schon täglich sein.

Nach einer Woche fische ich den Spot zum ersten Mal um zu sehen, ob er angenommen wurde. Hierbei ist mir total egal wie viele Brassen ich fange und ob ich überhaupt Karpfen fange. Ich fische dann sogar extra Partikel, um zu sehen ob der Platz schon Fisch produziert.

Ist dies der Fall, wird ab Woche zwei meist auf 100% Boilies umgeschwenkt. Maximal  1/3 der Futtermenge strecke ich gelegentlich mit Pellets, wenn der Bestand an Brassen dies zulässt – aber bitte keine Partikel mehr. 10 Kilo am Tag sind dabei das Mindeste, 20 Kilo am Tag das Maximum dessen, was ich bis jetzt zu geben bereit war. Wobei ich mir 100% sicher bin, dass das ein oder andere Mal auch 30 Kilo Boilies pro Tag restlos verschwunden wären. Nach etwa vier Wochen arbeitet so ein Platz dann meist auf Maximalkraft und bringt mitunter unglaubliche Ergebnisse.

Was das bedeutet hängt vom Bestand und der maximalen Fischgröße ab. Wo kein 50er schwimmt wird er auch so nicht ans Band gehen. Aber ich durfte letztes Jahr an einem See durchschnittlich fünf Runs pro Nacht einstreichen, während der Rest mit keinem bis zwei Fischen mehr als zufrieden war.

Wir hatten eine Session, an der wir über ein Wochenende 50 Kilo Boilies verfüttert haben und dabei wurde  nach jedem Run nur etwa 2-3 Kilo pro Rute großflächig nachgefüttert. Ich weiß, dass viele mit dieser Menge über das Jahr kommen. Die Frage, die sich stellt: fangen die an einem langen Wochenende auch mehr als 15 Fische über 15 Kilo?

In der Vergangenheit hatten wir legendäre Sessions mit teilweise wirklich beeindruckenden Ergebnissen.

Zum ersten Mal wirklich gefischt wird dann frühestens nach insgesamt 14 Tagen. Das „Anfischen“ nach einer Woche wird nicht mitgezählt. So lange sollen die Fische Zeit bekommen sich zu mästen und  einzugewöhnen.

Fischt man den Platz nun etwa alle drei Tage, so hält normalerweise die Bissfrequenz so lange wie weiter gefüttert wird. Sollte diese stark nachlassen, einfach eine Woche nicht fischen, nur füttern. Danach lief es bis jetzt immer wieder rund.

Schlussgedanken:
Jeder der rechnen kann, weißwas da so an Geld in den Teich geht. Ob man das machen will, muss jeder selbst entscheiden. Mit einem Partner lässt sich sowohl das Füttern als auch der finanzielle Aspekt viel einfacher stemmen und ob man solch eine Aktion auf vier Wochen oder vier Monate auslegt, ist dem Willen und den Finanzmitteln des Einzelnen geschuldet.

Niemand muss so fischen. Der Boilie mit einer Hand voll Futter fängt auch Fische. An einem See mit ultradünnem Bestand ist die Methode auch fraglich bzw. setzt sie genaueste Gewässerkenntnis voraus und die Mengen sind anzupassen. An einem See mit einem gesunden Bestand schlägt diese Methode jedoch alle anderen um Lichtjahre.

Der Grund warum dieses Prinzip nie bis selten propagiert, aber in Wirklichkeit weit häufiger von einigen Leuten eingesetzt wird, ist nicht dass diese Leute ein Geheimnis bewahren wollen (irgendwer will immer die Aufmerksamkeit) sondern schlicht, dass es fast überall verboten ist.  Der Grund warum so oft dagegen gesprochen wird, ist meiner Meinung nach folgender.

Zum einen scheuen viele Leute den zeitlichen und finanziellen Einsatz, zum anderen lassen sich viele vom “Geschwätz“ einiger Schreiberlinge beeinflussen. Immer wieder liest man Sätze wie „Die Fische werden bei großen Futtermengen vorsichtig oder scheuen große Futterplätze“. Meiner Meinung nach gibt es in ganz Deutschland gerade mal eine Hand voll Seen, die wirklich Angeldruck erleiden. An welchem See sind denn auch unter der Woche mehr als die Hälfte aller Swims belegt? Oder umgekehrt –  an welchem See gibt es keine Stelle auf der fast nie gefischt wird, aus welchem Grund auch immer. Auf den Versuch kommt es an, denn der Grund warum in England selten große Futterkampagnen gefahren werden ist schlicht und ergreifend der, dass man fast nie sicher sein kann den Platz regelmäßig zu füttern bzw. dann auch zu befischen. Es liegt aber nicht daran, dass man auf der Insel nicht um die Kraft von Futter bescheid weiß. Dort schließen sich Angler oft zu Futtergemeinschaften zusammen. Eine Gruppe von Anglern füttert regelmäßig an unterschiedlichen Plätzen dieselben Boilies, um die Fische auf diese Futterquelle zu trainieren. Bei fünf Leuten, die täglich zwei Kilos einbringen kommen dann auch zehn Kilo zusammen.

Wie schon gesagt: auf den Versuch kommt es an. Ich würde heute lieber einmal im Jahr eine Futteraktion über 6-8 Wochen durchziehen und dafür den Rest des Jahres Singles an guten Spots  fischen, als das obligatorische Kilo auf einen Platz zu werfen, welches nicht einmal reicht, um einen Fisch von 15 Kilo länger als eine halbe Stunde am Platz zu halten.

Fett füttern für fettes Fischen – in diesem Sinne – Euer Marc!

Es laesst sich Keiner blicken

Ist halt noch Winter…

Stefan Sprenger 5 Artikel

Datum

15. April 2013

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Es ist der 31.03.2013 – Ostersonntag.

Nachdem ich mir den Schlaf aus den Augen gerieben habe, schaue ich mich im Zelt um und versuche durch die von innen mit leichtem Eis bezogenen Fenster zu schauen. Der See liegt vor mir – grau in grau. Ich öffne den Schlafsack, drehe die Gasflasche auf und starte die Thermix. Langsam wird es warm.

Ich öffne den Reisverschluss des Schlafsacks, setze mich auf die Liege und lasse bei einem leckeren 3 in 1 Kaffee die letzten 24 Stunden Revue passieren. Sehr viel Mühe habe ich mir gegeben bei der Stellenwahl, Ideenreichtum bei der Köderpräsentation gezeigt. Kein Pieper hat die Stille der kalten Nacht durchbrochen. Ich öffne das Zelt, trete heraus, schaue auf meine Rutenspitzen und erkenne darunter Randeis. Ein wenig angefressen, fange ich an meine Ausrüstung zu sortieren und geordnet ins Auto zu packen. Ich starte den Motor und begebe mich auf die kurze Heimfahrt. Der Blick auf die Außentemperaturanzeige meines Autos zeigt minus 5 Grad an. Ich erinnere mich – letztes Jahr am Ostersonntag habe ich mir die Oberschenkel beim Sonnenbaden verbrannt und konnte die neue Angelsaison mit einem wahren Traumschuppi begrüßen. Naja kann ja nicht jedes Jahr so gut starten und außerdem ist ja noch gefühlter Winter.

Frostiger Morgen

Parallel zu den familiären Verpflichtungen an den Ostertagen durchforste ich immer wieder das Internet und sehe bereits die ersten Fangfotos von Freunden und Bekannten. Nun steht erstmal eine anstrengende Arbeitswoche bevor. An Fischen nicht zu denken. Aber das nächste Wochenende naht und diesmal soll es zu einem Freund an einen kleinen See ins Sauerland gehen. Mehrfach am Tag aktualisiere ich die Wetter-App des Handys und die langsam steigenden Temperaturen ergeben in Kombination mit der Gewässerauswahl des kleinen Sees ein gutes Bauchgefühl. Am Samstagmorgen starte ich voller Euphorie in den Tag. Dann der Rückschlag beim Blick aus dem Fenster: Regen oder doch Schnee?? Oder Schneeregen??

Schneetreiben bei der SpotsucheEigentlich BoilieanglerSpieglein Spieglein

Naja, wie sagt man doch so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt! Ich packe mein Tackle ins Auto, starte in Richtung Supermarkt um mich mit Grillgut einzudecken und fahre weiter in Richtung Südosten. Nach dreiviertelstündiger Fahrt, begleitet von schlechtem Wetter, erreiche ich das Gewässer und werde von meinem Freund mit den Worten begrüßt „Gott sei Dank wurden die Uhren umgestellt, dann können wir eine Stunde länger bei Schneefall fischen“. ‘Haha‘ denke ich mir, freue mich aber trotzdem, da zu sein. Mein Freund, der mir bereits am Vortag angereist ist, berichtet dass die letzte Nacht von Brassen-Terror und eisiger Kälte geprägt war und er sich bereits heute Morgen, vor meiner Ankunft, zu einem Umzug in einen anderen Gewässerabschnitt entschieden hat. Obwohl ich an neuen Gewässern normalerweise als erstes mit der Spotsuche beginne, entscheide ich mich aufgrund der Witterung dieses Mal erst für den Zeltaufbau. Danach nutze ich das Boot meines Freundes, was sich bereits startklar an meinem Swim befindet. Die erste montierte Rute, mit einem auffälligen Schneemann als Köder bestückt, findet schnell einen Platz in einer windgeschützten Bucht. Über dem Spot verteile ich etwas helles Groundbait gemischt mit Maden und Mais.

Nicht mit Reizen geizen

Die zweite Rute ist für einen der tieferen Gewässerabschnitte bestimmt und soll mit einem auffälligen Popup bestückt die Fische zum Anbiss verführen. Das letzte, mir zur Verfügung stehende Eisen, findet seinen Platz in sehr flachem Wasser. Auf ca. 1 m Wassertiefe kommt ebenfalls ein Popup in Dumbleform in einer Signalfarbe zum Einsatz. Etwas Boilieteig, um ein Feeding Lead geknetet, soll dort für die Aufmerksamkeit der Unterwasserwelt sorgen.

Mein Freund und ich verkriechen uns bei laufender Zeltheizung in mein Zelt und schnell ist der Grill vorm Zelt ebenfalls auf Betriebstemperatur. Wir lassen es uns mit leckerem Essen und zwei Bier von der ortsansässigen Brauerei gut gehen. Obwohl es schon spätnachmittag ist, haue ich mich noch für ein Stündchen in den Schlafsack. Am Abend sitzen wir bis spät in die Nacht zusammen, unterhalten uns über die kommende Saison, schmieden Pläne und werden von einer ganzen Menge  Leuten besucht, die immer wieder mal vorbeischauen, wenn wir in der Region fischen. Als wir in unseren Zelten verschwunden sind, fallen die Temperaturen wieder deutlich unter den Gefrierpunkt. Die Stille der kalten Nacht wird durch ein paar vereinzelte Pieper durchbrochen, die mich immer wieder hochschrecken lassen. Am Morgen werde ich durch die aufgehende Sonne geweckt. Ja – die Sonne! Der Blick aus dem Zelt bestätigt meine Vermutung dass der See wieder zu Teilen zugefroren ist.  Wir genießen die wärmenden Strahlen und frühstücken mit Kaffee und leckeren Brötchen, bis wir uns gegen Mittag ans Verpacken des Tackles machen. Die Vormittagsonne hat alles vom Raureif befeit. Kurz vorm Einholen der letzten Rute kommt Bewegung in die Sache und der Siren Bissanzeiger gibt ein paar Töne von sich. Aufgeschreckt stehe ich neben der Rute, beobachte Schnur und Spitze….

Nichts, keine weitere Bewegung!

Es hat nicht sollen sein und auf der Heimfahrt sage ich mir…..ist halt noch Winter – letztes Jahr, hatte es mit einem Fisch auf Anhieb geklappt!

Im letzten Jahr hatte es auf Anhieb geklappt