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Erster Fisch

Autumn days!

Kürzlich erreichten uns einige Zeilen unseren Gastautors Max Middelhoff, einem jungen aber sehr tallentierten Angler. Doch lest selbst was er zu einem seiner Herbstsessions zu berichten hat:

Es ist Mittwoch, kurz vor Halloween. Ich komme spät am See an, zu spät für meinen Geschmack, doch die Arbeit lässt mir keine andere Möglichkeit. Als erstes stecke ich die Markerrute zusammen und nach zwei Würfen habe ich den gewünschten Spot gefunden. Ein 2,4 Meter flaches Kiesplateau, das nach links steil auf 3 Meter abfällt – perfekt!

Schnell sind die Ruten montiert und nach zwei, drei Würfen kann ich die Schnur der ersten Rute zufrieden stellend in den Schnurclip clippen und mit einem „Markergum“ markieren. So finde ich auch ohne erneutes Markern immer wieder die gleiche Stelle und kann sehr präzise angeln und füttern. Nachdem ich die erste Rute mit einem „gekorkten“ Boile mit einem gefühlten Wurf auf dem 70 Metern entfernten Plateau platziert habe, kümmere ich mich um meine zweite Rute. Auch diese clippe ich wieder ein und lasse sie mit einem halben „gekorkten“ Boilie unten an die Kante des Plateaus sinken. Da es bereits ziemlich spät geworden ist, füttere ich nur noch ein halbes Kilo Boilies großflächig über die beiden Köder und verzichte auf das füttern mit Spod-Rute bei Dunkelheit.

Nachdem ich den Schirm aufgebaut habe lege ich mich mit einem guten Bauchgefühl in den Schlafsack um den Schlaf der letzten Woche nachzuholen.

Rods outDie ersten Sonnenstrahlenein halber 'gekorkter' Boilie did the job

Gegen 06:25 Uhr reist mich mein rechter Neville-Bissanzeiger aus meinen Träumen und nach einem hektischen aufreißen des Schlafsacks stehe ich mit krummer Rute am Ufer. Nach einigen Minuten gleitet ein schöner Spiegler in die Maschen meines Keschers. Yes, so kann es weiter laufen. Der Fisch steht ruhig im Kescher und nach einem „Yorkshire“ mit Milch ist es hell genug für ein paar Fotos.
Nur kurze Zeit später liegt die Montage wieder an Ort und Stelle, doch es tut sich nichts mehr. Gegen Mittag bekomme ich Besuch von einem guten Freund und nach dem wir ein paar lustige Stunden verbringen konnten, verabschiedete er sich am späten Nachmittag von mir. Nun mache ich die Ruten neu, da sich am Nachmittag nichts weiter getan hat. Heute habe ich genug Zeit zum spodden und verteile ca. 25 Spods über meinen beiden Ruten. Ich verteile noch grob zwei Hände Boilies und mache es mir im Schlafsack gemütlich. Ich lese im Schein der Kopflampe noch etwas in Gareth Fareham’s „The forgotten chapter“ bis mir irgendwann die Augen zufallen.

halloween Spiegler

Es ist etwa kurz nach 00:00 Uhr und vor mir liegt ein schöner dunkler Spiegler auf der Matte. Mein erster Halloween-Fisch! Ich freue mich total über diese Schönheit, sacke ihn ein und werfe die Ruten erneut aus. Es ist bitterkalt und ich bin froh, schnell wieder im Schlafsack zu sein. Ich stelle mir noch einen Wecker, um beim ersten Licht ein paar Fotos zu machen, bevor mir die Augen wieder zufallen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück und zwei Tassen Tee hole ich die Ruten herein und mache mich auf den Weg zu einem anderen Angler am See. Ich erfahre von ihm, dass er noch keinen Fisch fangen konnte. Wir unterhalten uns noch eine Weile, bevor ich zurück zu meinem Platz schlendere.

 

Nasse Schlinge- erfolgreiches FischenHaselnuss!Yorkshire mit Milch
Ich lasse die Ruten bis zum Nachmittag draußen und beobachte lediglich das Wasser, auf der Suche nach rollenden oder springenden Karpfen. Wie gestern fliegen die Montagen am späten Nachmittag wieder auf die beiden Spots. Die Futtermenge steigere ich leicht im Vergleich zum Vortag, da ich rollende Fische über dem Plateau gesehen habe.
Diese Entscheidung erweist sich als goldrichtig und es gleitet in den ersten Sonnenstrahlen ein schöner, haselnussbrauner Karpfen in die Keschermaschen.
Zufrieden packe ich nach dem Frühstück meine Sachen zusammen und verlasse den See…

Datum
25. November 2013
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