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200 Kilogramm feinstes Futter

Futter bei die Fische

Gruß in die Runde!

Ich habe noch immer nicht ganz verstanden was mir die Ehre verschafft einer der Auserwählten zu sein, der Euch hier seine geistigen Ergüsse präsentieren darf. Man munkelt allerdings, es habe etwas damit zu tun, dass ich selten ein Blatt vor den Mund nehme und anglerisch gerne mal etwas unkonventionellere Methoden pflege. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.

Darüber hinaus werde ich versuchen, so wenig Phrasen wie möglich zu dreschen, sondern aus meiner Erfahrung resultierende Herangehensweisen zu vermitteln.

Womit wir gleich bei meinem Lieblingsthema wären: FUTTER!

Immer wenn in gewissen Runden das Thema Futter aufkommt, wandern die Blicke einiger Leute mit einem kleinen Schmunzeln in meine Richtung. Denn wer mich kennt, weiß, ich liebe Futter und dessen Einsatz.

Ich werde in drei Abschnitten versuchen mein Vorgehen mit massivem Futtereinsatz zu erklären, um so verständlich zu machen, wann und wie es Sinn machen kann mit der groben Kelle zu füttern.

Es gibt zwei bestimmte Zeitfenster im Jahr in denen Futter besser funktioniert als zu anderen Zeiten. Diese Zeitfenster sowie einen Einblick zu Futtermengen etc. werde ich anhand meiner Erfahrungen versuchen zu vermitteln. Vorher möchte ich jedoch einige generelle Sachen klarstellen.

1. Ja, andere Methoden funktionieren auch. Ich möchte aber keine Ausnahmen aufzeigen sondern über eine Methode reden.

2. Futter „egal“ in welcher Qualität funktioniert IMMER. Jeder der das Gegenteil behauptet hat entweder noch nie eine echte Kampagne durchgezogen oder redet nach, was andere erzählen. Als einfaches Beispiel schaue man sich diverse Seen an, an denen Enten gefüttert werden. An diesen Seen findet sich zu gewissen Zeiten ein Großteil des Bestands auf minimaler Fläche ein um absolut minderwertiges Futter zu fressen. Warum? Weil es ultimativ einfach verfügbar ist und seit Jahren mitunter Tag für Tag dort vorkommt. Ein anderes Beispiel sind Futterverladeplätze in Flüssen und Kanälen, Zuckmückenfelder in Seen oder aber mein Futterplatz.

3. Nicht jeder kann/will sich diese Art zu fischen leisten. Ja, es ist kostenintensiv aber oftmals doch weniger als viele Leute glauben. Und im Endeffekt ist es, wie alles im Leben, Ansichtssache.

Zeitfenster:

1. Im Frühjahr kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo die Wassertemperatur 10-12 Grad übersteigt.

Normalerweise passiert dies, an den ersten Tagen, an denen die Nachttemperaturen nicht mehr unter zehn Grad fallen. Abhängig natürlich auch von Gewässergröße und Tiefe des Gewässers.

Von diesem Zeitpunkt an, bis zu Beginn der Laichzeit liegt eines der besten Zeitfenster für massives Füttern.

2. Meist Anfang bis Ende August, wenn man anhand der Temperaturen die ersten Anzeichen für ein Abfallen der Temperaturen erkennen kann. Jetzt beginnt der Spaß erst richtig und jeder, der jetzt anfängt sein Feld zu bestellen, kann ernten bis der Tümpel zufriert. Es kann natürlich auch später gestartet werden, aber hier fängt es an zu funktionieren und es sind keine Hitzeperioden mehr zu erwarten, die uns in die Karten pfuschen könnten.

3. Zusätzlich zu den Zeitfenster 1. und 2., ist direkt nach der Laichzeit natürlich auch ein Zeitpunkt der unglaublich effektiv ist. Allerdings sind die Fische hier so gierig und der Zeitraum so knapp und speziell, dass ich es nicht näher behandeln möchte.

Zu welchen Zeitfenstern ich welche Stellen befische, berichte ich Euch in meinem nächsten Beitrag.