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Futter beim Ansitz

Füttern beim Ansitz

Hallo zusammen!

Nachdem der Futterartikel eigentlich als Dreiteiler geplant war, möchte ich aus gegebenem Anlass ein paar Ergänzungen anfügen, die mein Vorgehen während einer Session verdeutlichen bzw. vielleicht die ein oder andere offen gebliebene Frage klären sollen.

Ich habe viel über die Location und das Einbringen des Futters gesprochen, jedoch nicht explizit erklärt, wie ich das Futter verteile. Dies erfolgt bei mir immer flächig. Das bedeutet, ich lege großflächige Futterplätze an. Die Form und Ausdehnung hängt in aller Regel vom Verlauf der Bodenstruktur ab.

Fische ich an einer Kante, so wird das Futter in einem  Streifen entlang der richtigen Tiefe verteilt. Fische ich hingegen an einem strukturlosen Seeabschnitt, so nimmt mein Futterplatz oft eine Elipsenform an. Er bekommt also mehr Tiefe. Die Ausdehnung umfasst normalerweise 50-100 Quadratmeter.

Dieses Vorgehen macht das spätere Fischen extrem einfach. Der Hintergedanke hierbei ist, dass die Fische es gewohnt sind Futter in einem gewissen Abschnitt und nicht an einem bestimmten Spot zu suchen. Sie ziehen also viel herum. Zudem muss viel weniger akkurat gefischt werden. Einmal auf die richtige Distanz markiert und eingeclippt, ist es egal ob die Montage ein paar Meter weiter links oder rechts landet.

Zu Beginn einer Session füttere ich in der Regel vier bis fünf Kilo großflächig über den Spot. Das mag viel klingen, aber ich lege Plätze ja immer langfristig an, so das ich keine Angst haben muss, nicht jeden Fisch zu haken der meinen Platz während einer Session anschwimmt. Ich möchte, dass die Fische den Platz so vorfinden wie sie ihn auch an jedem anderen Tag vorfinden würden. Also mit weit verteilten einzelnen Boilies. Die Gefahr, dass ein Fisch den Platz anschwimmt, auf ein paar Metern kein Futter findet und wieder abzieht ist meiner Meinung nach größer wenn man normalerweise großflächig und plötzlich nur eine Hand pro Rute füttert.

Nach jedem Biss füttere ich zwei bis drei Kilo nach, die ich ebenso großflächig über die komplette Strecke verteile wie zuvor. Ich weiß ja nicht, wo die Fische überall gefressen haben bevor sie eine meiner Montagen gefunden haben und Ziel ist es wie gesagt das sie überall entlang der gewohnten Strecke Futter finden und so der Angeltag nicht von einem normalen Tag zu unterscheiden ist.

Wenn sich beim Fischen herauskristallisiert, dass die Fische den Spot aus einer bestimmten Richtung anschwimmen, was oft an Kanten der Fall ist, kann man sich überlegen ob es Sinn macht, die Ruten so abzulegen, dass Fische immer erst mit den Montagen in Kontakt kommen, ohne über die Schnur schwimmen zu müssen oder dazwischen fressen zu müssen.

Das wohl Entspannteste bei dieser Art zu Fischen ist, dass Ihr Euch über das Toppen, Dippen, Tunen oder Verfeinern von Hookbaits absolut keine Sorgen machen müsst. Der beste Köder ist ein Boilie aus der Tüte. Also genau so, wie die Fische ihn seit Wochen finden, fressen und suchen.

Datum
13. Mai 2013
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