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Glasklar

Glasklar und jetzt?

In diesem Frühjahr gestaltet sich das Angeln an einem meiner Hausgewässer extrem schwierig. Im Gespräch mit vielen Gleichgesinnten kommt immer wieder das eine Thema auf: Das Wasser ist einfach kristallklar! Auf meinen Erkundungstouren mit dem Boot kann man teilweise – nur mit der Polbrille bewaffnet – den Gewässergrund in einer Tiefe von 8 Metern erkennen. Das kann zum einen ein super Vorteil sein, da man Details am Gewässergrund erkennt und diese mit den zuvor gesammelten Ergebnissen vom Echolot ergänzen kann. Ein weiterer Vorteil ist es, dass man die Fische, wenn man sich am Ufer oder auf dem Boot befindet und sich richtig verhält, sehr schnell lokalisiert. Der größte Nachteil ist allerdings, dass die Fische, die an diesem Gewässer sehr vorsichtig geworden sind, von unseren Montagen weiten Abstand nehmen. In mehreren Gesprächen stellte sich heraus, dass tagsüber die Futterplätze leergeräumt wurden, nur einige Köder in der Nähe des Hakenköders und auch der Hakenköder verschmäht wurden.

Punktgenau abgelegt

An einem Samstagvormittag sollte es für mich losgehen und ich hatte schnell mein Camp am Wasser aufgebaut. Die letzten Tage fütterte ich kleine Mengen fischig-würzige Boiliedumbell in 20 mm, die ich teilweise halbiere, damit sich die Fische nicht nur auf eine Ködergröße einstellen. Weiterhin sollte ein perfekt, zum Gewässergrund passendes Blei seinen Weg an den von überhängenden Büschen gezeichneten Spot finden.

starke Haken braucht das Landdie richtige Wahl entscheidet oftmalsimmer abgesenkt (2)

sie versammeln sich-1

Als ich die Montage, bestehend aus einem Poly Leader, der mir schon oft bei so schwierigen Situationen richtig erschien und einem braun getarntem Blei rausbrachte, erkannte ich einen großen alten Spiegler, der langsam aber bestimmt von meinem Spot verschwand. Der Blick ins Gewässer zeigte ebenfalls deutlich, dass hier die Fische gefressen hatten. Der überall mit altem Laub bedeckte Gewässergrund war an meinem Spot aufgeräumt und in dem flachen Wasser erschien es mir noch sinnvoll das Blei zu wechseln um alles optimal zu tarnen.

Ich schätze in diesen Situationen die Produkte der Firma Carpleads.de. In diesem Fall wechselte ich noch auf ein beschichtetes Blei in der Farbe „Pure Sand“, das in gerade 50 cm tiefem Wasser zum Einsatz kam. Ich legte die Montage mit sehr viel Präzision an die ansteigende Kante und entfernte mich ca. 10 Meter zur Gewässermitte. An dieser Stelle setzte ich noch ein Backlead, um die Schnur optimal zur tarnen und schön flach an den Gewässergrund zu bekommen. Dann ging es mit geöffnetem Bügel zu meinem Swim zurück und die Rute fand ihren Platz mit fast geschlossener Bremse in einer stabilen Auflage.

Das Ergebnis:
Nach bereits einer Stunde kam der alte Spiegler zurück und tappte in die Falle.

der schnelle

Schönheit

Datum
02. Juni 2013
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