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Wo sollen all die Murmeln hin?

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

In diesem Teil soll es lediglich um die richtige Location gehen.

Nachdem es im letzten Teil „Futter bei die Fische“ um den richtigen Zeitpunkt für massiven Futtereinsatz ging, gilt es nun gewisse Punkte bei der Platzwahl zu berücksichtigen.

Die Stelle:
In meiner Theorie kann man mit unbegrenzt viel Futter und unbegrenzt viel Zeit JEDEN Spot im See zum Hotspot machen. Ganz gleich, wie dort der Grund beschaffen, in welche Himmelsrichtung er gelegen oder wie tief dort das Wasser ist. Irgendwann kennt jeder Fisch im See diesen Spot und spätestens nach 5 bis 6 Monaten schwimmen sie ihn regelmäßig an.

Bewiesen habe ich diese Theorie schon mehr als einmal und an Plätzen, die fast nie befischt wurden unter ungünstigsten Bedingungen Fangorgien erleben dürfen. Meist auch wesentlich schneller als nach 5-6 Monaten. Faustregel hierbei: Je beschissener der Spot, desto länger dauert es eben ;-)

Man sollte jedoch seine Hausaufgaben machen, um den nötigen zeitlichen Einsatz zu minimieren und den Fangerfolg zu optimieren.

Im Frühjahr wähle ich meinen Spot so, dass er nach Möglichkeit viel Sonne bekommt und etwa in 2/4 der Durschnitt-Tiefe liegt. Ist Der See im Schnitt etwa 4 Meter tief, werde ich einen Spot in etwa 2 Meter Wassertiefe suchen – bei 8 Metern Durchschnittstiefe bei 3-4 Metern.

Diese Bereiche erwärmen sich zwar im Vergleich zu Flachwasserzonen nicht am schnellsten, sind dafür aber auch nicht so empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen, die bei uns im Frühjahr und Sommer ja doch häufiger auftreten.

Im Idealfall befindet sich der Spot nahe der späteren Laichgründe, da sich die Fische dort vermehrt sammeln, je näher dieses Spektakel rückt. Die Entfernung der Laichgründe in Relation zur Größe des Gewässers, gibt hierbei den Ausschlag, wann unser Platz versagt. Dies ist unweigerlich der Fall wenn die Laichzeit beginnt. Egal welcher Wunderköder gefüttert wird.

Im Spätsommer/Herbst wähle ich wiederum eine gewisse Wohlfühltiefe aus. Diese liegt im Regelfall bei etwa ¾ der Wassertiefe. Bei 10 Metern Tiefe also irgendwo zwischen 5-7 Metern. Diese Wassertiefen kühlen gleichmäßiger aus und sind für kurze harte Temperaturstürze unempfindlich.

Generell versuche ich Plätze zu finden die im Ideal zentral gelegen sind. Nicht zentral für den Fußgänger sondern für die Fische. Stellen, die Zugang zu viel offenem Wasser bieten, Passierstrecken zwischen zwei Gewässerteilen etc., um möglichst schnell eine Vielzahl an Fischen zu akquirieren.

Richtige Tiefe und gute strategische Lage – aber keine Features – langweiliger Bodenverlauf, irgendwo im Nirgendwo?! Das ist mein Spot!!

Im Idealfall ist der Swim ungemütlich und schlecht zugänglich, was später die Zahl der Angler eingrenzt, die mehr oder weniger zufällig auf unserem Platz fischen wollen. Dieses Spiel ist ein Thema für sich, aber ich habe schon erlebt, dass eine Stelle die vorher zwei Jahre quasi nie befischt wurde zum einzigen Platz wurde, dem man zutraute einen Fisch zu produzieren.

Ich wähle unter Berücksichtigung der Futtermengen – auf die ich in meinem nächsten Beitrag noch ausführlich eingehen werde – den Spot so, dass ich ihn mit dem Groundbaiter füttern kann. Jeder der schon mal 10 Kilo 15er mit dem Wurfrohr im Regen gefüttert hat, weiß das macht man nur einmal!!!

Datum
14. April 2013
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